Kennst du deine täglichen Kraftquellen? Die wahre Geschichte einer Krebsgeborenen und wie sie in ihrem Element ist.

Der fürsorgliche Krebsmonat ist im vollen Gange. 

Und eines der liebevollen Attribute eines "krebsgeborenen" Menschen ist, sich beinahe "aufopferungsvoll" für seine Liebsten zu kümmern.

Krebsgeborene Menschen kommen mit dem Element 🜄 Wasser in diese Welt. Wasser ist das, was dich liebevoll, fürsorglich und hingebungsvoll werden lässt. Je nach Wasserverteilung in deinem Horoskop, findest du dich in vielen heilenden Berufen oder Tätigkeiten wieder 

Frida erzählt dir hautnah, wie sie als Krebsgeborene das wahrnimmt und welche Kraftquellen ihr dabei helfen! (Übrigens war Frida lange Zeit in ihrem Leben als OP Schwester tätig! Soviel dazu)

Ich helfe bei der Pflege meiner Eltern.  Vater, beinahe 89 Jahre alt,  Parkinson höchste Pflegestufe, das einzige was bei meinem Vater noch funktioniert ist das Gehirn.

Der Mann ist völlig klar im Kopf,  Blutdruck und  die Blutwerte sind besser wie bei manchen 30jährigen, aber der Körper funktioniert nicht mehr. Das Schlucken wird zunehmend schwieriger und ich muss aufpassen, dass ich ihn nicht zu schnell füttere, eine kleine Portion Suppe nimmt locker eine halbe Stunde in Anspruch.

Mutter, 86 Jahre alt, Diabetes, Herzschrittmacher, etwas schwerhörig, manchmal vergesslich oder sie wiederholt sich einfach nur gerne. Die Schwerhörigkeit streitet sie natürlich ab, obwohl ich beinahe jeden Satz wiederholen muss.

Was das anbetrifft, ist es mit Vater etwas einfacher, der hört gut, und versteht auch alles, aber er kann auf Grund seiner Erkrankung kaum noch reden. Es fällt im total schwer. Trotzdem kommt hin und wieder eine schelmische Bemerkung – genau so wie früher.

Kürzlich fragte ich ihn, ob er ein Bier trinken wolle, dann würde ich ihm eine Flasche aufmachen.  Klar wollte er ein Bier trinken und während ich die Flasche öffnete, sagte ich so nebenbei: „das ist meine leichteste Übung, du musst es nur es nur noch trinken.“ Die Antwort von ihm kam prompt, das Bier zu trinken sei seine leichteste Übung.  

Endlich mal wieder etwas zum Lachen – diese Momente sind so selten. Früher war es manchmal schon beinahe lästig  oder sogar peinlich– diese Sprüche, dieser manchmal schräge Humor, der mich vor allem, wenn ich schlecht gelaunt war nur genervt hat. 

Und ich war oft schlecht gelaunt,  vor allem in der Pubertät.

Heute sind diese Momente wie kostbare Perlen. Und wenn ich das letzte Jahr Revue passieren lasse, dann gab es nur zwei dieser Momente.

Wie schade, vielleicht wäre die Situation mit Lachen besser zu ertragen – für uns alle.

Das Leben ist geprägt von der Organisation der Pflege, trotz professioneller Hilfe durch Pflegepersonal gibt es für uns  – ich habe noch zwei Geschwister – viel zu tun.

Ich habe keine Ahnung, ob mein Vater unter seiner Krankheit leidet. Er gehört zu der Generation Männer, die schon in der Kindheit gelernt haben nie über Gefühle zu sprechen und daran hat sich bei ihm bis heute nichts geändert. 

Für  uns Familienangehörige ist die Situation allerdings manchmal beinahe unerträglich. Bei mir tauche dann zum Beispiel Fragen auf wie: „warum darf er nicht sterben?“

Kaum ist der Gedanke in meinem Kopf, überlege ich, ob ich das überhaupt denken darf. 

Oft passiert es mir, dass ich nach dem Besuch bei meinen Eltern schlecht schlafe, weil mich diese ganze Situation sehr belastet.

Im Grund genommen ist es ein Abschied auf Raten. Dieser Körper, der immer weniger wird; dieser Mann, der nie viel geredet hat und jetzt beinahe ganz verstummt, weil ihm das Reden einfach zu schwer fällt.

Diese Wohnung, die über die letzten Jahre wie ein Pflegeheim ausgestattet werden musste. Mit einem Rollator fing es an, inzwischen brauchen wir sogar einen Lift um Vater vom Rollstuhl ins Bett zu bringen.

Und diese Unsicherheit, ob er unter der Situation genauso leidet wie wir. Selbst wenn er noch reden könnte würde er dazu nichts sagen, so gut hab ich ihn schon über die Jahre kennen gelernt.

Eine Situation, die mir unter die Haut geht und die sehr viel Kraft erfordert.

An manchen Tagen habe ich richtig Angst, hin zu gehen und meine Aufgaben dort zu erledigen. Aber dann, wenn ich mich wieder verabschiede, kommt von Vater ein leises „Danke“.

Wir wissen nicht, wie lange dieser Abschied auf Raten dauert. Ich bin mir aber sicher, dass meine Kraft reicht, bis zu seinem letzten Atemzug.

Denn meine Krafttankstellen funktionieren wunderbar, meine Geschwister, meine Freunde, meine Yogapraxis, meine tägliche Meditation!

Deshalb hier und heute von mir ein lautes „Danke“, für die Unterstützung, die ich bekomme. 

Falls Du in einer ähnlichen Situation bist wünsche ich Dir viel Geduld und Kraft.

 

In diesem Sinne,

Deine

Frida

 

Psst: Und nun war es soweit! Vater durfte seinen 89. Geburtstag noch mit all seinen Lieben feiern und danach hat er Lebewohl gesagt. Möge es ihm dort wo er jetzt ist einfach gut gehen!

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